Die Stadt ist die Chance – Hamburg ist das Modell

Als Umwelthauptstadt Europas 2011 will Hamburg Wege aufzeigen, wie sich Wachstum und Umweltschutz verbinden lassen. Denn umweltfreundliche Städte sind lebenswert für Bürger, bieten Standortvorteile und haben eine Anziehungskraft auf Besucher und Touristen.

 

European Green Capital - Hamburg Winner 2011  In der Metropolregion Hamburg leben 4,3 Millionen Menschen. 1,8 Millionen leben innerhalb der Stadtgrenzen. Über 300.000 Werktätige pendeln täglich zum Arbeiten in die Stadt, es gibt über 500 Industriebetriebe und mittendrin den drittgrößten Hafen Europas als wirtschaftlicher Dreh- und Angelpunkt. Kann eine boomende Handels- und Dienstleistungsmetropole wie Hamburg, die zudem noch industriell geprägt ist, erfolgreich wirtschaftliche Entwicklung und Umweltschutz vereinen? Sie kann und Hamburg hat dafür den Titel „Umwelthauptstadt Europas 2011“ erhalten.

Der Titel „Umwelthauptstadt Europas“ oder im Englischen „Green Capital“ wird seit Kurzem von der Europäischen Kommission verliehen. Nach Stockholm im Jahr 2010 ist Hamburg in 2011 erst der zweite Titelträger. Die Anerkennung wird an die Städte vergeben, die einerseits exzellente Leistungen im Umweltschutz  erbracht haben und andererseits ehrgeizige Ziele für die Zukunft haben.

www.mediaserver.hamburg.de/K.-U. Gundlach  In den vergangenen 20 Jahren hat Hamburg bereits viel für den städtischen Umweltschutz erreicht. Von 1990 bis 2008 konnte der CO2-Ausstoß in Hamburg um 25 Prozent gesenkt werden – ohne seine Tradition als Industriestandort aufzugeben. Und die Hansestadt hat hier weiterhin ehrgeizige Ziele: Bis 2020 strebt der Hamburger Senat eine Reduktion um 40 Prozent an, bis 2050 sogar um 80 Prozent. Vorbildlich ist auch Hamburgs öffentlicher Nahverkehr. Kaum ein Hamburger wohnt heute mehr als 300 Meter von einer Haltestelle entfernt. Das ist ein Spitzenwert in Europa. In Zukunft soll zudem mit der Stadtbahn ein weiteres umweltfreundliches Transportmittel in das Stadtbild zurückkehren. Die Eröffnung des ersten Stadtbahnabschnitts ist für 2014 geplant. Umweltbewusst zeigen sich auch Hamburgs Städtebau und Flächennutzung. Unter dem Leitbild „Wachsen mit Weitsicht“ strebt die Hansestadt die städtische Entwicklung nach Innen an. Durch Nutzung von ehemaligen städtischen Brachflächen und durch Nachverdichtung entstehen attraktive Stadtquartiere. Beispiele sind die Hamburg HafenCity, das größte innerstädtische Entwicklungsprojekt Europas, und die Internationale Bauausstellung (IBA) in Wilhelmsburg. Im Rahmen der Internationalen Gartenschau igs 2013 entsteht in Wilhelmsburg zudem ein neuer Stadtpark, der Hamburgs „Grünes Netz“ erweitern wird.

Wie erfolgreich der Umweltschutz in Europa künftig sein wird, hängt nicht nur davon ab, wie schonend Städte mit Energie- und Flächenressourcen umgehen. Entscheidend ist auch, welches Innovationspotenzial und Engagement sie nutzen, um zu den Lösungen der Umweltprobleme beizutragen. Umso wichtiger ist der gegenseitige Austausch von beispielhaften Projekten und zukunftsfähigen Ansätzen zwischen den Europäischen Städten. Um diesen Austausch zu fördern schickt die Hansestadt im Umwelthauptstadtjahr einen „Zug der Ideen“ auf die Reise. In Form einer modernen, interaktiven Ausstellung werden die Umweltprojekte der Stadt europaweit bekannt gemacht. In der Ausstellung wird Hamburg zahlreiche nachahmenswerte Beispiele aus der Metropolregion vorstellen. Andere Städte sind aufgefordert, ihre innovativen Umweltprojekte in der Ausstellung ebenfalls vorzustellen. Geplant ist eine Tour ab durch etwa 17 große Städte wie Wien, Zürich, Barcelona, Marseilles, Warschau, Antwerpen und Malmö. Der Zug der Ideen richtet sich an die europäischen Bürger und Bürgerinnen und wird die Vision von zukunftsfähigen, lebenswerten und umweltfreundlichen Städten europaweit verbreiten.

Als Umwelthauptstadt will Hamburg zu einer Plattform für den europaweiten Austausch von Experten und Bürgern über Umweltfragen werden.  Als Anlaufstelle in Hamburg und als Informationszentrum für alle Aktivitäten wird ein Infopavillon in zentraler Lage errichtet. Hier erhalten Hamburger Bürgerinnen und Bürger sowie Besucherinnen und Besucher einen Überblick über Ziele, Programm, Planungen und Visionen der Umwelthauptstadt Europas 2011. Zudem kann man im Umwelthauptstadtjahr vorbildliche Beispiele im Umweltschutz aus Hamburg und der Metropolregion hautnah erleben und sich auf Umwelttouren über die breite Palette der Umweltschutzprojekte vor Ort informieren. Auch ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm ist vorgesehen. Dazu gehören unter anderem ein Jugendumweltgipfel und ein internationaler Umweltrechtskongress, zu dem Teilnehmer aus aller Welt erwartet werden. Geplant sind zudem Workshops zu verschiedenen Themen des städtischen Umweltschutzes, bei denen die Stadt mit den Bürgern und Bürgerinnen Ideen für den Umweltschutz in der Stadt der Zukunft diskutieren möchte.

Hamburg Umwelthauptstadt Europas 2011 präsentiert sich auf der EXPO Shanghai in Etage 4 im Hamburg-Haus.

Eigens für die EXPO wurde auch ein animierter Kurzfilm entwickelt, der die wichtigsten künftigen Leitprojekte zum Umweltschutz in der Stadt Hamburg zeigt.

Link: www.umwelthauptstadt.hamburg.de

Britta Kastens

Freie und Hansestadt Hamburg

Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

Umwelthauptstadt Europas 2011

Teilprojektleitung Öffentlichkeitsarbeit

Stadthausbrücke 8, 20355 Hamburg

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