Referenzgebäude

 

Referenzgebäude Das Referenzgebäude am Sandtorkai in Hamburg ist Bestandteil des ersten Realisierungsabschnitts der neu entstehenden HafenCity. Das Quartier ist geprägt durch seine besondere Lage am Wasser unmittelbar vor der Backsteinkulisse der historischen Speicherstadt.

Die Gebäudeentwürfe wurden durch Architektenwettbewerbe mit internationaler Beteiligung im Rahmen des bestehenden Masterplans gefunden, der im Interesse von Nutzungsmischung und Vielfalt eines lebendigen neuen Stadtteils hier Typologien vorsieht, die Wohnen und Arbeiten unter einem Dach vereinen. Ein Teil des Hauses wird als Büro und ein anderer Teil zum Wohnen genutzt werden.

Die Gebäude sind als Solitäre auf dem schmalen Uferstreifen platziert, um den Durchblick zwischen Wasser und Speicherstadt freizuhalten.

Für alle Häuser galt, daß sie 10m über das Hafenbecken auskragen sollten, um einerseits eine wirtschaftliche Flächengröße, andererseits ein wiedererkennbares Merkmal für alle Gebäude des Ensembles zu entwickeln.

Entsprechend der Materialität der historischen Speicherstadt und im Sinne eines nachhaltigen, für das norddeutsche Klima geeigneten Materials wurde auch für die neuen Gebäude eine Ziegelfassade vorgeschrieben.

Aus dem Wettbewerb für das vorgestellte Referenzgebäude ging das Architekturbüro Spengler-Wiescholek aus Hamburg als Sieger hervor. Das Büro realisiert derzeit auch die HafenCity-Schule und hat das Büro- und Schulungsgebäude für den Softwareentwickler SAP in der HafenCity entworfen.

 

Referenzgebäude

Das vorgestellte Gebäude hat den Namen H20 und ist charakteristisch für die neue Bebauung in der HafenCity, den sogenannten "HafenCity - Stil".

Die Außenhülle besteht vorwiegend aus  Klinker, lediglich im Büroteil, der sich stärker nach außen hin exponiert, wird die Adressbildung durch eine attraktive raumhohe Verglasung vor einem diagonalen Stabtragwerk gestärkt.    

Die Fenster wurden aus Gründen der klimatischen Bedingungen und der gewünschten Wartungsfreundlichkeit einheitlich als Metallfenster ausgeführt.
Der Sonnenschutz im Bereich der sonnenexponierten Bereiche liegt wegen des starken Windes in Hamburg geschützt hinter den Glasflächen der Fenster, die mit Sonnenschutzglas ausgestattet sind, um den Wärmeeintrag in der warmen Jahreszeit zu reduzieren.
 
Der Eingangsbereich des Hauses ist zweigeschossig, der Luftraum wird durch eine gläserne Brücke gequert, die die obere Ebene der Halle und den oberen Eingang verbindet, der aufgrund möglichen Hochwassers zusätzlich zu dem auf Straßenniveau liegenden Haupteingang erforderlich ist.
Alle Wohnungen verfügen über Loggien, Erker oder Balkone, einige sogar über private Dachterrassen, die direkt von den Wohnungen der oberen Geschosse aus erreicht werden. Einige Wohnungen sind als Maisonetten konzipiert und mit großzügigen zweigeschossigen Lufträumen ausgestattet.
Wichtig für die Attraktivität der Wohnungen und Büros ist der freie Blick aller Einheiten auf die Wasserfläche vor dem Gebäude.
 
Der energetische Standard des Gebäudes setzt sich mit den für die HafenCity geforderten Standards auseinander, indem über den Niedrigenergiestandard der Wohnungen hinaus zusätzlich eine Bauteilkühlung in den Betondecken der Büros eingebaut wurde. Die Büros sind außerdem mit einer kontrollierten Be - und Entlüftung sowie einer hochwirksamen Wärmerückgewinnung ausgestattet.
Die Beheizung des Gebäudes erfolgt über Fernwärme.